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Hypo Alpe-Abwicklung: Gläubigerpool reicht Milliardenklage ein

16.07.2015 – Ein Gläubigerpool aus Versicherern und Banken hat gestern vor dem Landgericht Frankfurt Klage auf Rückzahlung von Forderungen über insgesamt rund eine Mrd. Euro gegen die HETA Asset Resolution AG (HETA) eingereicht. Die deutsche Finanzwelt war in Aufruhr, seit im März die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) ein Schuldenmoratorium für die Abwicklungsbank der Hypo Alpe Adria verhängt hatte.

Die Gläubiger haben, wie dpa berichtet, bereits gemeinsam in Österreich Widerspruch gegen das Moratorium eingereicht. Die in dem Pool organisierten Gläubiger – Banken, insbesondere Pfandbriefbanken, Versicherer, Asset Manager sowie öffentliche Unternehmungen – würden Anleihen und Schuldscheindarlehen in einem Gesamtvolumen von rund einer Mrd. Euro halten, die die HETA bzw. ihre Rechtsvorgängerin, die Hypo Alpe Adria Bank, in den Jahren 2002 bis 2007 begeben hat.

Als Hintergrund des Moratoriums hatten Experten der Luther Rechtsanwaltsgesellschaft in VWheute konstatiert: Die HETA hat offenbar eine Kapitallücke in Höhe von mehreren Mrd. Euro und die Republik Österreich möchte verhindern, dass Bürgschaften des Bundeslands Kärnten für Verbindlichkeiten der Hypo Alpe Adria AG von den Gläubigern gezogen werden. (vwh/ku)

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