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HVB verklagt Ex-Manager auf Schadenersatz

15.09.2016 – Bank_fotoliaDie Hypo-Vereinsbank (HVB) hat drei frühere Vorstände auf rund 180 Millionen Euro Schadenersatz verklagt. Nach einem Bericht des Handelsblatt wirft die HVB den früheren Managern Rolf Friedhofen, Andreas Wölfer und Roland Seilheimer die Verletzung ihrer Vorstandspflichten vor. Der Vorwurf lautet, zwischen 2005 und 2008 Aktiengeschäfte auf Kosten der Steuerzahler nicht unterbunden zu haben.

Demnach wird das Münchener Kreditinstitut dem früheren Finanzvorstand Friedhofen sowie Seilheimer (zuständig für Investmentbanking) und Wölfer (Betreuung der vermögenden Kunden) Pflichtverletzungen vor. Dabei ist laut Bericht unter anderem die nicht ordnungsgemäße Überwachung der Geschäfte in ihrer Verantwortung die Rede. Zudem sollen die früheren HVB-Vorstände die erheblichen Risiken ihrer Geschäfte ignoriert oder falsch eingeschätzt haben. Laut Handelsblatt geht es dabei vor allem um sogenannte Cum-Ex Geschäfte – also den Handel von Aktien mit (cum) und ohne (ex) Dividendenanspruch.

Hintergrund der Klage könnte demnach sein, das die HVB über die Beklagten die D&O-Versicherung anzapfen könne, welche das Kreditinstitut bei der Allianz abgeschlossen hat. Laut Untersuchungsbericht umfasse die Police jedoch “keine Schadensersatzansprüche, die im Zusammenhang mit Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zum Dividendenstripping stehen”. Ein Ende der Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft München ist jedoch nicht absehbar. (vwh/td)

Link: HVB verklagt drei Ex-Vorstände auf 180 Millionen

Bildquelle: Fotolia

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