Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

Heise: Kurs der Notenbanken birgt Risiken

18.12.2015 – Heise_AllianzAllianz-Chefvolkswirt Michael Heise fordert nach der Zinswende in den USA nun auch in Europa zu einer baldigen Abkehr von der Politik des billigen Notenbankgeldes. Demnach werde es zunehmend schwieriger, “das System wieder zu normalisieren, weil sich alle an Nullzinsen gewöhnt haben”, sagte er laut Focus Online am Donnerstag in Frankfurt am Main.

Während die Europäische Zentralbank (EZB) Anfang Dezember 2015 ihr Amleihekaufprogramm verlängert hat und den Leitzins weiterhin nahe der Nullmarke hält, hatte die Fed am Mittwoch erstmals nach sieben Jahren wieder den Zinssatz leicht angehoben. “Die Reaktionen auf die Fed zeigen, das auch der Markt meint, so viel Medizin ist vielleicht doch nicht mehr nötig, wir sind nicht mehr auf der Intensivstation”, sagte Heise laut Focus Online.

So glaube er nicht, dass die stabiler gewordene Wirtschaft im Euroraum “in irgendeiner Weise beeinträchtigt” wäre, wenn nun auch die EZB den Geldhahn langsam wieder zudrehen würde. Auch von der Ausweitung des bisherigen EZB-Kurses hält der Allianz-Chefvolkswirt wenig: “Wir sehen die Wirkung dieser Geldpolitik als sehr begrenzt an. An Liquidität hat es nun wirklich nicht gemangelt in der Wirtschaft in den letzten Jahren”.

Seine Warnung: “Wenn man so eine Asynchronität in der Geldpolitik hat, gibt es Verunsicherungen und Spannungen an den Finanzmärkten”. (vwh/td)

Link: Gegenläufiger Kurs von Fed und EZB birgt Risiken

Bild: Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz SE (Quelle: Allianz)

- Anzeige -

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

Verlag Versicherungswirtschaft | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten