Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

Hebammen: Höhere Haftpflichtprämien führen zum Engpass

03.07.2015 – Hebamme_Helene Souza_pixelioanzeigeDie gestiegenen Haftpflichtprämien für freiberufliche Hebammen zum 1. Juli diesen Jahres führen zunehmend zu einem Engpass, der sich noch verschärfen wird. Allein im Juni haben sich nach Angaben des Deutschen Hebammenverbandes (DHV) 150 Hebammen aus der Geburtshilfe zurückgezogen. Zudem fürchtet der Verband, dass noch mehr folgen werden, berichtet tagesschau.de.

Das eigentliche Problem aus Sicht des DHV: Manche Hebammen geben ihren Beruf komplett auf, so Nina Martin, Sprecherin des DHV. Die Gründe dafür scheinen auf der Hand zu liegen: unwägbare Arbeitszeiten, viele Wochenend- und Nachtdienste sowie die schlechte Bezahlung jenseits der Geburtshilfe schrecke mehr und mehr ab.

Die Folge: Viele werdende Mütter müssen sich auf die festangestellten Hebammen der Krankenhäuser verlassen. Allerdings sind auch deren Kreißsäle oftmals überfüllt, schreibt tagesschau.de weiter. Da sich allerdings auch für die Kliniken die Geburtshilfe immer weniger rechne, schließen auch kleinere Häuser ihre Geburtsstationen.

Seit Monatsbeginn belaufen sich die Haftpflichtprämien auf 6.274 Euro. Gespräche mit den Krankenkassen über einen sogenannten Sicherstellungszuschlag sind bislang gescheitert. (vwh/td)

Link: Hebammen in Existenzangst

Bildquelle: Helene Souza / pixelio.de

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten