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Handwerklicher Fehler: Rente mit 63 gefährdet Rentenkassen

16.12.2013 – Die abschlagsfreie Rente mit 63 kritisiert der Leiter des Max-Planck-Instituts für Sozialrecht und Sozialpolitik, Axel Börsch-Supan, in einem Beitrag für die Wirtschaftswoche. „Eine abschlagsfreie Rente mit 63 hört sich gut an, sie bedeutet aber auch zuschlagsfrei, das heißt für die, die länger arbeiten wollen, gibt es keine höheren Renten mehr”, so der Wortlaut in seinem Gastartikel für das Magazin. Generell wirft er der neuen Regierung vor, im Endspurt der Koalitionsverhandlungen wichtige Aspekte übersehen zu haben. 

Die Senkung des Eintrittsalters möge angehen „für die sieben Prozent der Arbeitnehmer, die 45 Jahre harte Arbeit auf dem Buckel haben. Die nun geplante Anrechnung der Arbeitslosenzeiten erhöht den Anteil der Berechtigten jedoch um circa die Hälfte”. Überdies erhöhten die Erziehungszeiten einschließlich der neuen Mütterrente den Anteil weiter „auf fast 20 Prozent”. Das sei im Endspurt der Koalitionsverhandlungen schlicht übersehen worden.

Auch die Finanzierung der Rentenregelung sei handwerklich schlecht gemacht. Die Kosten müssten die zukünftigen Beitragszahler zahlen. „Wenn Leistungen, denen keine Beiträge gegenüberstehen, wie etwa Erziehungszeiten, aus Beiträgen finanziert werden anstatt aus Steuermitteln, verliert der Bundeszuschuss seine Bedeutung und die Beiträge werden zu einer zweiten Einkommenssteuer.” Diese juristischen und ökonomischen Fehler müsse die neue Regierung korrigieren. (vwh)

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