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Gröhe will Kampf gegen Krankenhauskeime forcieren

24.03.2015 – hermann_groeheBundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) will den Kampf gegen Krankenhauskeime mit einem Zehn-Punkte-Plan weiter forcieren. Demnach sollen die Meldepflichten beim Auftreten besonders gefährlicher Keime weiter verschärft werden. Außerdem solle entsprechendes Personal eingestellt und ausgebildet werden, berichtet die Online-Ausgabe des Focus.

Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), sagte, er sehe kein Gesetzesproblem, sondern ein Verhaltensproblem von Klinikpersonal und Patienten. Ein Großteil der Krankenhausinfektionen und deren Folgeschäden sei zudem vermeidbar.

Vertreter der Kliniken weisen die alleinige Verantwortung an Ausbreitung der Keime allerdings zurück, berichtet die Süddeutsche Zeitung in ihrer heutigen Printausgabe. Georg Baum, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), sagte, das Gesundheitssystem sei als Ganzes betroffen. Das Problem könne “nicht allein von den Krankenhäusern gelöst werden”.

Der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, bezeichnete den Plan als “ehrgeizig”. “Es fehlen aber tragfähige Konzepte für eine solide Finanzierung”, so Montgomery.

Die Techniker-Krankenkasse (TK) unterstützt allerdings Gröhes Pläne: “Natürlich kosten Screenings zusätzliches Geld. Sie ersparen den Betroffenen (…) Tausendfach Leid und gleichzeitig teure Notfallbehandlungen”, sagte Bernd Beyerle, Leiter der Krankenhausversorgung bei der TK. (vwh/td)

Bild: Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) (Quelle: Bundesregierung / Steffen Kugler)

Link: Gröhe forciert Kampf gegen gefährliche Krankenhauskeime

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