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Gabriel nennt Hellas-Reparationsforderungen “dumm”

08.04.2015 – tempel_griechenland_ak_150Griechenland fordert von Deutschland eine Summe von rund 280 Mrd. Euro als Entschädigung für die Verbrechen während der NS-Besatzungszeit zwischen 1941 und 1944. Nach einem Bericht von Spiegel Online sollen Experten des griechischen Rechnungshofes in den vergangenen zwei Jahren die Gesamthöhe der Reparationen berechnet haben.

Laut Bericht solle die Zahlung nicht nur den auferlegten Zwangskredit der Nationalsozialisten aus dem Jahr 1942 über 476 Mio. Reichsmark (etwa 10,3 Mrd. Euro) begleichen. Der Rest diene als nach Angaben von Vizefinanzminister Dimitris Mardas als Entschädigung von Bürgern sowie zur Wiedergutmachung von Kriegsschäden. Zur Berechnung der Entschädigungszahlungen sollen etwa 50.000 Dokumente sowie eine Aufstellung aller Zerstörungen und Beschlagnahmungen während der Besatzung ausgewertet worden sein.

Die Bundesregierung sieht die griechischen Reparationsforderungen unter Verweis auf den Zwei-Plus-Vier-Vertrag von 1990 als “politisch und juristisch abgeschlossen”. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) wies die Forderungen zudem nach einem Bericht des Handelsblatt als “dumm” zurück. So habe Griechenland ein Interesse daran, dass die Euro-Partner ihm bei der Lösung ihrer Finanzprobleme Spielräume geben. (vwh/td)

Bildquelle: ak

Link: Die 280-Milliarden-Euro-Frage

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