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Griechen-Massage nach Minsker Art

20.03.2015 – angela_merkelKonsistent, konsequent und kostenpflichtig – aus diesen Nenner lässt sich die aktuelle Linie von Angela Merkel  in griechischen Sanierung auf einen Nenner bringen. In der Regierungserklärung gestern  vor dem Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs hatte die Kanzlerin die griechische Forderung nach sofortiger Auszahlung weiterer Finanzhilfen deutlich zurückgewiesen. Wer Solidarität fordere, müsse sich auch selbst anstrengen, so Merkel.

Hintergrund der Äußerung war der Wunsch von Griechenlands Premier Alexis Tsipras, am Rande des Brüsseler Gipfels mit EU-Spitzenvertretern – darunter Frankreichs Präsident François Hollande und EU-Ratspräsident Donald Tusk zu einem Gespräch zusammenzukommen. Die nächtliche Sondermassage des Duos Hollande / Merkel nach Minsker Art fand unter den anderen Regierungschefs nicht ungeteilten Beifall. Die belgische Regierung betonte den Wert des kollektiven Vorgehen aller Partnerregierungen.

Merkel stellte indes klar, dass sie auf dem EU-Gipfel noch nicht mit einem Durchbruch in der Griechenland-Krise rechne. Vielmehr legte sie wert auf die Feststellung, dass sich die Probleme Griechenlands weder bei diesem Gespräch noch beim Besuch des griechischen Regierungschefs in Berlin am kommenden Montag lösen ließen, schon gar nicht im separaten Austausch.

Tsipras selbst gab sich bei seiner Ankunft in Brüssel nur kurz angebunden, wie die Süddeutsche Zeitung heute schreibt. “Die Europäische Union brauche mehr politische Initiativen, die beides respektieren: Demokratie und die Verträge”, sagte er und konstruierte damit einen neuen dialektischen Gegensatz.(vwh/td)

Bild: Angela Merkel (Quelle: Bundesregierung/Kugler)

Link: FAZ: Merkel sieht Griechenland weiter auf schwerem Weg

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