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Gesundheitsausschuss billigt Pflegestärkungsgesetz

12.11.2015 – Pflege_by_Karl-Heinz Laube_pixelioDer Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages hat am Mittwoch den Entwurf des zweiten Pflegestärkungsgesetz der Bundesregierung gebilligt. In der gestrigen Schlussberatung wurden noch 34 Änderungsanträge der Regierungsfraktionen von Union und SPD beschlossen. Das Gesetz soll am Freitag im Plenum verabschiedet werden und 2017 in Kraft treten.

Demnach solle es künftig leichter sein, die Pflegebedürftigkeit genauer zu ermitteln und behandeln zu können. Dies soll unabhängig davon erfolgen, ob Pflegebedürftige körperliche Einschränkungen haben oder unter Demenz leiden, berichtet das Finanzmagazin Procontra Online. Durch die Neuregelung werde zudem mit rund 500.000 neuen Anspruchsberechtigten gerechnet. Dafür soll der Beitrag zur gesetzlichen Pflegeversicherung um 0,2 Prozentpunkte auf 2,55 Prozent sowie 2,8 Prozent für Kinderlose steigen.

Wie schwierig derzeit die Arbeit für Pflegekräfte in deutschen Altenheimen ist, zeigt eine aktuelle Untersuchung der Universität Witten-Herdecke, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Demnach benötigten mindestens 40 von 52 Bewohner auch nachts eine “direkte Unterstützung” – ob durch regelmäßige Umlagerung, die Verabreichung von Medikamente oder der Gang zur Toilette, berichtet der Tagesspiegel.

Laut Studienleiterin Christel Bienstein handele es sich um die erste derartige Untersuchung zur nächtlichen Versorgung in den 13.000 deutschen Pflegeheimen. Vergleichbare Studien gebe es bislang nur zur Situation in Krankenhäusern, so das Blatt weiter. (vwh/td)

Link: Eine Pflegerin für 52 Bewohner

Bildquelle: Karl-Heinz Laube / pixelio.de

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