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Geschäftsmodell der Rückversicherer wankt

19.05.2015 – SZDas Geschäftsmodell der Rückversicherung scheint ins Wanken zu kommen. Dafür sorgen nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe vor allem mehrere Faktoren: die sinkende Belastung der Versicherer durch Großschäden, das steigende Angebot, sowie eine stagnierende Nachfrage durch die Erstversicherer.

Wie das Blatt berichtet, ging die Belastung der Versicherer durch Großschäden weiter zurück. Allein im Jahr 2014 zahlte die Branche für Schäden aus insgesamt 980 Naturkatastrophen etwa 31 Mrd. US-Dollar aus. Dies seien etwa zwei Mrd. US-Dollar weniger als der Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre.

Damit hätten die Versicherer zwar große Gewinne erzielt – allerdings gehe auch die Neigung der Erstversicherer zurück, hohe Rückdeckungen zu kaufen. Hinzu komme, dass große Versicherungskonzerne wie die Allianz oder Generali ihre weltweiten Risiken mittlerweile selbst ausgleichen können, berichtet das Blatt weiter.

Zudem haben in Zeiten der niedrigen Zinsen die positiven Ergebnisse der Rückversicherer neues Kapital angelockt, berichtet die SZ weiter. Besonders Pensionsfonds und Hedgefonds sichern Risiken mit sogenannten Katastrophenanleihen ab.

Munich Re und Swiss Re reagieren auf die neue Lage, indem sie das Geschäft mit ihren großen Endkunden ankurbeln – und gleichzeitig mit ihren direkten Endkunden konkurrieren. (vwh/td)

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