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Germanwings-Airbus zerschellt an Felswand

25.03.2015 – Flug 4U9525 aus Barcelona leuchtete noch lange auf den elektronischen Ankunftstafeln. Es fehlte der blaue Punkt – und auch das Feld mit der Ankunftszeit ist leer. Das waren zunächst die einzigen offiziellen Hinweise auf den Flugzeugabsturz von Airbus A320 von Germanwings. Mittlerweile ist sicher: Die Maschine ist in den französischen Alpen im Départmenent Alpes-de-Haute-Provence etwa 100 Kilometer nördlich von Nizza abgestürzt.

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Nach Angaben der Rettungskräfte vor Ort ist die Unglücksmaschine unter einem Massiv von Estrop im Tal von Blanche zerschellt. An Bord der Maschine waren insgesamt 150 Menschen – davon 144 Passagiere, zwei Piloten und vier Crewmitglieder. Laut Germanwings-Chef Thomas Winkelmann befanden sich insgesamt 67 Deutsche an Bord – darunter auch 16 Schüler und zwei Lehrerinnen eines Gymnasiums im westfälischen Haltern, die sich auf dem Rückweg von einem Austausch befanden. Das Auswärtige Amt wollte die Zahl aber noch nicht bestätigen.

Über die Unglücksursache kann man derzeit allerdings laut Spiegel Online nur spekulieren. Allerdings erinnere das Unglück an eine Beinahe-Katastrophe mit einem Airbus A321: Im November 2014 lieferten Sensoren falsche Daten über den Anstellwinkel. Die Folge: der Bordcomputer leitete daraufhin einen steilen Sinkflug ein.

Allerdings soll es im Vorfeld bereits zu technischen Problemen an der Unglücksmaschine gekommen sein. Anlass genug für einige Crews von Germanwings, ihre Flüge in Düsseldorf und Stuttgart nicht anzutreten, wie Spiegel Online weiter berichtet.

Die genauen Hintergründe über die Unglücksursache kann jedoch nur die Auswertung der Blackbox bringen, die laut tagesschau.de bereits von Einsatzkräften gefunden wurde.

Der Schaden für Lufthansa könnte jedenfalls enorm sein, wie das Handelsblatt berichtet. So die Lufthansa als eine der sichersten Fluglinien, der letzte tödliche Unfall liegt 16 Jahre zurück. Auch bei der Tochterfirma Germanwings gab es seit ihrer Gründung 2002 noch keinen gravierenden Vorfall. “Dieses Bild könnte nun Schaden nehmen”, sagte Jochen Rothenbacher, Analyst der Equinet Bank. “Die Leute verbinden mit Germanwings einfach Lufthansa”, so der Experte (siehe DOSSIER). (vwh/td)

Bild: Anzeigetafel mit der Flugnummer der Unglücksmaschine (Quelle: dpa)

Link: Liveticker von n-tv zum Flugzeugunglück

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