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Germanwings-Absturz: Versicherer stellen 300 Mio. Dollar zurück

31.03.2015 – Lufthansa_Juergen_MaiDas Versicherer-Konsortium der Lufthansa hat wegen möglicher Schadensersatzforderungen im Fall der abgestürzten Germanwings-Maschine Rückstellungen in Höhe von 300 Mio. US-Dollar gebildet. Dies berichtet das Handelsblatt in seiner heutigen Printausgabe unter Berufung auf Versichererkreise. Dies sei nahezu das Doppelte der üblichen Summe.

Normalerweise kalkuliert die Luftfahrt im Todesfall pro Passagier mit einer Entschädigung von einer Million US-Dollar, schreibt das Blatt weiter. Bei der abgestürzten Maschine von Germanwings wären dies 150 Mio. US-Dollar. Hinzu kämen die Kosten für das Flugzeug, welches mit 6,5 Mio. Euro versichert sein soll.

Die Zeitung geht weiter davon aus, dass die Versicherer mit langwierigen und teuren Entschädigungsprozessen rechnen. Vor allem US-Bürger dürften vor US-Gerichten auf Schadensersatz klagen. Unter den Todesopfern befanden sich auch drei US-Amerikaner. Sollte es tatsächlich zu entsprechenden Klagen kommen, müsste Lufthansa glaubhaft machen, dass sie das Unglück nicht habe verhindern können.

Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der Co-Pilot die Maschine absichtlich zum Absturz gebracht. Zudem soll dieser laut übereinstimmenden Medienberichten vor mehreren Jahren wegen Suizidgefahr behandelt worden sein. (vwh/td)

Bildquelle: Lufthansa / Jürgen Mai

Links: Lufthansa-Versicherer stellen 300 Millionen Dollar zurück, Germanwings-Haftungsfragen: 15.000 Euro sofort fällig (Tagesreport vom 27.03.2015)

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