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Gerd Billen zu Beratungsprotokollen: “Viel Geschreibsel für nichts”

25.06.2014 – SZIm Interview mit Daniele Kuhr kündigt Justizstaatssekretär Gerd Billen (59) heute auf Seite 19 der Süddeutschen Zeitung (Rubrik Geld, nicht online) neue Regeln für Beratungsprotokolle an. Billen bezieht sich auf eine Studie, die heute vom Justizministerium veröffentlicht wird.

“Die Studie ist nicht repräsentativ. Sie enthält aber Indizien, dass Honorarberater das Gespräch meist umfassend protokollieren, bei Versicherungsvermittlern dagegen die Kunden nur selten ein Protokoll erhalten. Auch viele Banken verzichten darauf, das Anlagegespräch zu dokumentieren. Offenbar ist ihnen einfach noch nicht bewusst, dass sie dazu verpflichtet sind. Sie müssen ein Protokoll erstellen und übergeben und zwar auch dann, wenn sich der Kunde am Ende des Beratungsgesprächs gar nicht für ein Produkt entscheidet.” [...]

Wäre es nicht am einfachsten, bei den Gesprächen ein Band mitlaufen zu lassen? Das wäre überhaupt kein Aufwand, fragt Kuhr den ehemaliogen Verbrfaucherschützer Billen.

“Es ist denkbar, Beratungsgespräche generell aufzeichnen zu lassen. Auf EU-Ebene wird das Thema ohnehin bereits debattiert. Das hätte den Vorteil, dass wirklich alles, was besprochen wurde, auch festgehalten wird. Zu beachten wäre hier aber der Arbeitnehmerdatenschutz. Außerdem wäre damit nicht sichergestellt, dass auch wirklich alles besprochen wird, was wichtig ist. Deshalb müssen wir auch darüber nachdenken, die Beratungsprotokolle zu standardisieren und zu vereinheitlichen.”

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