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GDV-Präsident Erdland warnt vor Panikmache in der Lebensversicherung

29.08.2013 – Wenn, wie von der „Süddeutschen Zeitung“ berichtet, sich tatsächlich eine „Handvoll“ Versicherer an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mit der Bitte gewandt haben sollte, die Mindestzuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung absenken zu dürfen, dann ist das nach Aussage von GDV-Präsident Alexander Erdland kein beunruhigender Vorgang. Es gebe aber hierfür weder eine Bestätigung der BaFin noch habe der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hier eigene Erkenntnisse, sagte Erdland vor der Presse in Berlin. Die Mindestzuführungsverordnung sehe im Übrigen ein solches Vorgehen auch ausdrücklich in § 5 vor.

Der Garantiezins steht überhaupt nicht zu Debatte
Erdland warnte davor, die drei verschiedenen Töpfe zur Ertragsbeteiligung der Versicherten bei ihren Lebensversicherungen durcheinander zu bringen. „Der Garantiezins steht nicht zur Debatte.“ Und trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase liege der Garantiezins immer noch bei durchschnittlich drei Prozent und einschließlich der Überschussbeteiligung würden immer noch für Kunden Renditen zwischen drei und vier Prozent erzielt. „Zu Panik besteht kein Anlass.“ Dass die Kapitalanlage aufgrund der falschen Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) schwierig geworden sei, sei doch logisch. Aber die Versicherer könnten sich ihrerseits auf ein professionelles Kapitalanlage- und Risikomanagement stützen. Auch würden neue Produkte konzipiert. „Wichtig ist doch, dass sich die Menschen in Deutschland auf die Lebensversicherung verlassen können“, sagte Erdland. Er forderte die EZB auf, dem Bespiel der US-Notenbank Fed (Federal Reserve Board) zu folgen und in der Zinspolitik eine Wende einzuleiten. (brs)

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