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GDV-Präsident Erdland: Rentenpolitik nicht zukunftssicher

20.01.2014 – gdv-erdlandDer Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Alexander Erdland, bedauert das Fehlen einer Zukunftskomponente in der Rentenpolitik. Auf dem Onlineportal des Verbandes wird Erdland zitiert.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) begrüßte zwar die Reformvorhaben im Bereich der Erwerbsminderungsrente und beim Reha-Deckel, kritisierte aber die Aufstockung der Mütterrente und die abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren. GDV-Präsident Alexander Erdland erklärte in Berlin: „Ich wünschte, auf der rentenpolitischen Agenda der Bundesregierung gäbe es mehr zukunftsweisende Elemente für die jüngere Generation. Dies gilt insbesondere mit Blick auf die demografische Entwicklung und die fehlende kapitalgedeckte Vorsorge. Denn gerade die jüngere Generation, die über höhere Beitragssätze und Steuern belastet wird, ist von Altersarmut bedroht, wenn ergänzende Vorsorge unterbleibt.“ Die nachhaltige Finanzierbarkeit der Alterssicherung werde durch die geplanten Vorhaben gefährdet. In einer ersten Bewertung des Spitzenverbandes der Versicherungswirtschaft heißt es, es sei unerlässlich, die Konsolidierungserfolge der Alterssicherungspolitik der vergangenen Jahre zu bewahren. Für falsch hält der GDV, dass “für einen begrenzten Personenkreis und für ein begrenztes Zeitfenster die Sonderregelung für besonders langjährig Versicherte ausgeweitet wird”. Dadurch würden neue Ungerechtigkeiten im Verhältnis zu anderen Versichertengruppen erzeugt. Die Rente mit 63 dürfe nicht den Übergang zur Rente mit 67 gefährden. Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer fand noch deutlichere Worte: “Die Einführung der abschlagsfreien Rente mit 63 ist ein kapitaler Fehler.” Wenn dies so komme, dann müssten Arbeitgeber und Arbeitnehmer Jahr für Jahr Milliarden aufbringen, um die subventionierte Frühverrentung zu bezahlen. Alle anderen Rentner würden benachteiligt, erklärte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) in Berlin. “Die abschlagsfreie Rente mit 63 ist sozial ungerecht und setzt einen falschen arbeitsmarktpolitischen Anreiz.” Dies sieht der DGB ganz anders. Wer 45 Jahre malocht habe, der habe auch eine abschlagsfreie Rente verdient, sagte DGB-Chef Michael Sommer vor der Presse in Berlin. (brs)

Link: Rentenpolitik nicht zukunftssicher

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