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Frauen bleiben in Führungsetagen unterrepräsentiert

14.01.2016 – Three office workers in a meetingDie deutschen Unternehmen sind vom Anspruch auf mehr Gleichberechtigung in den Führungsetagen noch immer weit entfernt. So ist der Frauenanteil in Führungspositionen auch 2015 nur geringfügig gestiegen, so das Ergebnis des Managerinnenbarometers des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). In den Vorständen der 200 umsatzstärksten Konzerne lag der Frauenanteil Ende 2015 demnach bei 6,3 Prozent, berichtet die FAZ.

Dies entspricht einem Anstieg von weniger als einem Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr, so das DIW weiter. Die Aufsichtsräte waren demnach zu 19,7 Prozent mit Frauen besetzt. In den etwa 100 Unternehmen mit einer gesetzlichen Frauenquote lag der Anteil im vergangenen Jahr bei etwa 23 Prozent, schreibt die FAZ weiter. Demnach habe jedes vierte der betroffenen Unternehmen die gesetzliche Vorgabe von 30 Prozent Frauen schon erreicht.

Als Negativbeispiel nannten die DIW-Forscher hingegen die Finanzbranche. So war der Anstieg bei den 100 größten Banken und 59 größten Versicherungen im vergangenen Jahr gering nur gering. Laut DIW stieg er in den Vorständen um jeweils weniger als einen Prozentpunkt auf knapp acht Prozent bei den Banken und rund neun Prozent bei den Versicherungen. In den Aufsichtsräten war die Dynamik laut DIW zwar etwas stärker. Allerdings waren Frauen auch dort mit gut 21 beziehungsweise 19 Prozent weiterhin stark unterrepräsentiert – ungeachtet der Tatsache, dass sie im Finanzsektor die Mehrheit der Beschäftigten stellen.

“Die Entwicklung gleicht einem Ritt auf der Schnecke”, kommentiert Elke Holst, Forschungsdirektorin am DIW, die Ergebnisse. “Die große Masse ist von den 30 Prozent noch weit entfernt”, wird sie in der FAZ zitiert. (vwh/td)

Link: “Wie ein Ritt auf der Schnecke”

Bildquelle: Imagesource

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