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Fortune Magazine’s Überlegungen aus Anlass von MH 370

27.05.2014 – fortune_logo_grossAus Anlass des spurlosen Verschwindens von Flug MH 370 setzt sich Fortune Magazine in seiner Mai-Ausgabe detailliert und ein wenig zynisch mit historischen Aviation Schadenfällen auseinander. Zentral ist dabei die These, Kaskoschäden würden policengemäß meist innerhalb weniger Tage bezahlt, Haftpflichtschäden aber erst nach fünf bis zehn Jahren.

Letzeres ergebe sich daraus, dass für eine Entschädigung oberhalb der vor Ort geltenden verschuldensfreien Haftung erst einmal die Unglücksursachen zweifelsfrei festgestellt werden müssten.

Dies gelänge meist nur nach Auffindung beider Blackboxes (voice und data). Im Fall von MH 370 müssten die involvierten Underwriter wohl hoffen, dass der Unfallhergang nie rekonstruiert werden möge. Überdies hätten die Versicherer auch ein Motiv, die Leistungen für Personenschäden möglichst lange hinauszuzögern: Sie schuldeten nämlich Dank eines Versäumnisses des US-Gesetzgebers keine Prozesszinsen. Zudem gelinge es häufig, während der überlangen Verhandlungs- bzw. Prozessphase einen Großteil der zunehmend zermürbten Anspruchsteller eher günstig abzufinden.

Wenig überzeugend ist die dem Fortune Magazine Artikel vorangehende Listung historischer Großschäden. Zum einen scheinen die Zahlen lediglich den Kaskoschaden widerzuspiegeln, zum anderen dürfte die Währungskonvertierung sowie Inflationsindexierung im Einzelfall auf etwas wackeligen Füßen stehen. (cpt)

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