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Flüchtlinge beleben die Konjunktur

10.12.2015 – Konjunktur_fotolia_Michael_SchuetzeDie Experten des Ifo-Instituts rechnen für das kommende Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 1,9 Prozent und mit 1,7 Prozent im Jahr 2017. Ein Faktor sind die staatlichen Konsumausgaben für Flüchtlinge, der niedrige Ölpreis und die weiterhin niedrigen Zinsen, sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser bei der Vorstellung der Konjunkturprognose.

Demnach seien die rund 20 Mrd. Euro, welche der deutsche Staat 2016 für die Aufnahme und Integration der Flüchtlinge ausgeben will, in vollem Umfang durch wachsende Steuereinnahmen gedeckt, betonte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. “Das ist ein temporärer konjunktureller Effekt vielleicht für zwei, drei Jahre”, wird er in der Zeit zitiert.

Der scheidende Ifo-Präsident nutzte seinen Auftritt, um der Politik noch einmal die Leviten zu lesen, berichtet der Bayerische Rundfunk. Er sieht beim Flüchtlingszuzug mit Blick auf den Arbeitsmarkt große Probleme.

“Das galt schon für die alten Migranten, dass ihre Arbeitslosenquote viel höher ist, bis zu dreimal so hoch wie bei den Einheimischen. Und das wird erst recht für die Kriegsflüchtlinge gelten, weil die nun speziell aus Ländern kommen mit einem nicht funktionierenden Bildungssysteme”, wird er beim BR zitiert.

Eine weitere Prognose schob Sinn gleich noch hinterher: Auch nach seiner Pensionierung werde er am Ifo-Institut weiterforschen – und sich sicherlich noch zu Wort melden. (vwh/td)

Link: Flüchtlinge beleben laut Wirtschaftsforschern Konjunktur

Bild: Michael Schütze / Fotolia

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