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Firmen sitzen auf einer Zeitbombe in Milliardenhöhe

25.02.2015 – Zins_by_Thorben Wengert_pixelioDie niedrigen Zinsen bereiten nicht nur den Versicherern einige Probleme. Auch für die Unternehmen werden die Minizinsen zu einer Belastung. Der Grund: Die Milliardenversprechen an die Angestellten bei den Betriebsrenten. Demnach sollen bereits erste Unternehmen wegen des Rentenlochs kollabiert sein, berichtet die Online-Ausgabe der Zeitung Die Welt.

Die Logik scheint einfach: je weniger die Unternehmen am Kapitalmarkt erwirtschaften können, desto mehr müssen sie Geld sparen, um den Pensionsverpflichtungen gegenüber ihren Angestellten nachkommen zu können. “Die ultralockere Geldpolitik der EZB drückt den Rechnungszins nach unten, was zu steigenden Kosten für die betriebliche Altersvorsorge führt”, sagt Thomas Jasper von der Unternehmensberatung Towers Watson.

So habe der Zins zuletzt nur noch 2,10 Prozent betragen. Ein Jahr zuvor konnten Unternehmen noch mit 3,65 Prozent kalkulieren, berichtet das Blatt weiter. Demnach beziffert Towers Watson allein das Pensionsvermögen der 30 Dax-Konzerne auf 213,5 Mrd. Euro. Dem für die Altersvorsorge reservierten Vermögen stehen allerdings Pensionsverpflichtungen in Höhe von 391,7 Mrd. Euro gegenüber. Das bedeutet konkret, dass derzeit nur 54,4 Prozent aller Pensionsverpflichtungen mit Kapitalanlagen abgedeckt seien. (vwh/td)

Bild: Thorben-Wengert / pixelio.de

Link: Deutsche Firmen sitzen auf Milliarden-Zeitbombe

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