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Fifa-Sponsoren lenken von Verantwortung ab

29.05.2015 – Worüber lange Zeit nur hinter vorgehaltener Hand spekuliert wurde, scheint sich nun zu bestätigen: der Weltfußballverband Fifa versinkt in einem Komplex aus Korruptions- und Geldwäscheskandalen. Viele Sponsoren haben sich in ersten Stellungnahmen besorgt über die Entwicklung geäußert – der Kreditkartenanbieter wolle zudem “sein Engagement überdenken”. Die Unternehmen stehen jedenfalls vor einem Zwiespalt.

Denn diese wollen sich zwar aus der Debatte heraushalten, berichtet das Manager Magazin. Doch selbst Adidas – unlängst noch als “Erfinder der modernen Sportkorruption” bezeichnet – verlange inzwischen “Standards für Transparenz”. Damit wolle der Sportartikelhersteller auch von der eigenen Geschichte ablenken. Denn bereits seit den Olympischen Spielen 1956 wurde “Adidas mit dem Verteilen von Umschlägen mit Bargeld an Athleten für das Tragen von Adidas-Schuhen immer wieder in die unmittelbare Nähe der Sport-Korruption gerückt”, so das Magazin.

Auch McDonald’s und Coca-Cola äußerten sich besorgt: So nehme man die Vorwürfe “sehr ernst”. Zudem würden “durch diese lange Kontroverse die Mission und die Ideale der Fifa befleckt”. Die Sponsoren scheinen sich somit in der bequemen Rolle des neutralen Beobachters zu gefallen – wohlwissend, dass die Aussagen nichts anderes sind als “inhaltsleer – aber man hat sich wenigstens öffentlich mal geäußert und bekommt auch noch Zustimmung dafür. So kann man sich auch erst einmal für eine Weile aus der Debatte heraushalten”, schreibt das Manager Magazin weiter. (vwh/td)

Link: Warum die Krisenkommunikation der Fifa scheitern wird

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