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FAZ: “Die allwissende Versicherung”

23.05.2014 – faznetWas passiert, wenn Versicherungskonzerne mehr über uns wissen als wir selbst, fragt Johannes Pennekamp in Fazit – das Wirtschaftsblog der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und gibt eine umfangreiche Antwort:

“Was aber passiert – und auch das ist denkbar – wenn die Versicherungen dank Big Data mehr wissen als wir selbst? Bertrand Villeneuve (Université Paris-Dauphine) hat diese Konstellation schon vor einem Jahrzehnt erforscht (Competition between insurers with superior information). Selbst bei funktionierendem Wettbewerb, bilanziert der französische Forscher, komme es zu einer ineffizienten Absicherung. Die Ursache dafür ist die Skepsis der Menschen, dass die Versicherungen sie über den Tisch ziehen könnten. Wer nicht weiß, dass er mit großer Wahrscheinlichkeit in Zukunft hohe Kosten verursachen wird, der wird das Vertragsangebot der Versicherung für überteuert halten und Betrug vermuten. Obwohl es finanziell für ihn die beste Lösung wäre, wird er den Vertrag nicht unterschreiben. Und die Gruppe, die es eigentlich am nötigsten hätte, steht am Ende mit leeren Händen da. Allerdings bezieht Villeneuve nicht in seine Überlegungen ein, dass sich diese Menschen Angebote mehrerer Konzerne einholen können – irgendwann würden sie dann vielleicht akzeptieren, dass sie zur Hochrisikogruppe gehören.

Wie man es dreht und wendet – mehr Informationen führen weder für den Einzelnen noch für die gesamte Gesellschaft automatisch zu besseren Lösungen. Dass Versicherungen längst nicht alles dürfen, was technisch schon heute möglich ist, ist daher eine gute Nachricht”, schließt Pennekamp seine Betrachtung.

Link: “Die allwissende Versicherung”

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