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Fast alle wollen sanften Zwang zur bAV

03.12.2014 – 70 Prozent befürworten automatische Gehaltsumwandlung bei der betrieblichen Altersvorsorge (BAV). Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von TNS Infratest, die das Handelsblatt exklusiv abdruckt. Auf dem Titel rechnet das Blatt mit der Rentenpolitik der Kanzlerin ab – Anlass deren Lobrede zum 125-Jährigen der Gesetzlichen Rentenversicherung.

Dabei läuft aktuell eine hitzige Debatte um die Ausgestaltung der Reform der Betriebsrente. Heute wird Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) dazu ins Detail gehen. Trickst sie tatsächlich die Versicherer aus und leitet sie bei der bAV ein Paradigmenwechsel ein?

In jedem Fall begrüßen laut Umfrage 70 Prozent der Deutschen eine automatische Umwandlung von Teilen ihres Gehalts in eine staatlich geförderte betriebliche Altersversorgung (BAV) gut. Unter den Jüngeren ist die Begeisterung noch größer: Gut 80 Prozent der 18- bis 29-Jährigen favorisieren den sanften Zwang zur Vorsorge.

Auch der Hauptgeschäftsführer des Versicherungsverbands GDV, Peter Schwark, spricht sich im heutigen Handelsblatt für ein “weiches Opting-out-Modell aus”.

“Es muss dringend etwas getan werden, um die Beteiligungsquoten in der BAV deutlich zu erhöhen”, wird Achim Lüder zitiert. Der Geschäftsführer Mercer Deutschland denkt dabei an die Herausforderungen des demografischen Wandels.

Doch steht auch die Arbeitgeberhaftung bei den Diskutanten um Alexander Gunkel von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und Heribert Karch von der Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung (Aba) auf der Agenda. Letzterer befürchtet bei Ausschaltung der Arbeitgeberhaftung, dass die EU-Kommission Betriebsrenten unter die erhöhten Eigenkapitalanforderungen der Versicherungswirtschaft stellen würde. (vwh/ku)

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