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EZB überschätzt Bedeutung der Inflationserwartungen

22.01.2015 – draghi_World_Economic_ForumDie heute ausstehende Entscheidung über die Ankäufe von Staatsanleihen sorgt derzeit für reichtlich Diskussionsstoff. Das Handelsblatt durchleuchtet die möglichen Folgen, sollte die EZB tatsächlich massive Anleihekäufe beschließen.

So sehen viele Ökonomen das Problem der Euro-Zone nicht so sehr beim Kreditangebot, sondern bei der Kreditnachfrage. Die Unternehmen scheuen wegen der schlechten Konjunktur größere Investitionen und nehmen kaum Kredite auf. Zudem hätten die Spekulationen über maßgeblich dazu beigetragen, dass die Gemeinschaftswährung zuletzt auf ein Elf-Jahres-Tief gegenüber dem US-Dollar gefallen ist.

Allerdings befürchtet Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, ein Ankauf von Staatsanleihen “vor allem die Vermögenspreise nach oben” treibe. Hier sei die Strategie riskant, da die eigentliche Ursache der aktuellen Krise in den Spekulationsblasen liegen. Zudem überschätze die EZB die Bedeutung der Inflationserwartungen, ergänzte Johannes Gareis, Ökonom bei der französischen Investmentbank Natixis. (vwh/td)

Bild: EZB-Chef Mario Draghi. (Quelle: World Economic Forum)

Link: Vier Folgen von Draghis Geldschwemme

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