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EZB senkt Leitzins auf Rekordtief von 0,05 Prozent

05.09.2014 – Jetzt hat er es doch gemacht: Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), hat die Leitzinsen auf ein neues Rekordtief von 0,05 Prozent abgesenkt. “Ein Schritt in die vollkommen falsche Richtung”, kritisiert der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), sowohl für Sparer als auch für die Wirtschaft.

“Die Währungshüter reagieren damit auf die sehr niedrige Inflationsrate. Niedrige Zinsen verbilligen tendenziell Kredite und Investitionen und stärken so die Nachfrage und damit die Wirtschaft. Als Folge dürften dann auch die Preise wieder steigen. Im August hatten sinkende Energiepreise die Inflation im Euroraum auf 0,3 Prozent fallen lassen – den niedrigsten Stand seit Oktober 2009. Der Wert liegt seit Monaten deutlich unterhalb der Zielmarke der EZB von knapp unter zwei Prozent”, kommentiert die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) die Entscheidung.

In einer ersten Reaktion sagte der Präsident des GDV, Alexander Erdland, dazu:

„Dass die Europäische Zentralbank die Leitzinsen auf 0,05 Prozent senkt, ist ein falsches Signal an alle Sparer. Dass Zinssenkungen nahe dem Nullpunkt keine positiven Wirtschaftsimpulse bringen, haben bereits die letzten Zinsschritte der EZB gezeigt. Weder kann eine weitere Leitzinssenkung die Kreditvergabe ankurbeln, noch ist sie angesichts der niedrigen Preissteigerungsraten angebracht. Diese sind Folge der – gewünschten – Anpassungsprozesse im Euroraum. Statt mit weiteren geldpolitischen Maßnahmen das Niedrigzinsumfeld zu verfestigen, müssen weitere und nachhaltige strukturelle Reformen in den Fokus rücken.“

Link: EZB senkt Leitzins auf Rekordtief von 0,05 Prozent

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