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EU will Last der Abwicklung maroder Banken teilen

16.12.2013 – Die Schließung maroder Banken soll auf den Schultern der Euroländer verteilt werden. Zunächst aber müssen die Ausgaben vollständig vom Heimatland des Geldhauses getragen werden. Das berichtet Handelsblatt-Online mit Verweis auf einen Entwurf der litauischen EU-Präsidentschaft.

Die Pläne beinhalten, dass die Zahlungsverpflichtungen der Euro-Partner über mehrere Jahre steigen. Nach zehn Jahren sollen die Aufwändungen gleichermaßen auf alle EU-Länder aufgeteilt werden. Dafür müssen die Mitglieder der Währungsgemeinschaft einen eigenen Fonds schaffen, der über Gebühren der Heimatbanken schrittweise gefüllt werden soll. Die Abgabe beträgt pro Jahr 0,1 Prozent der gedeckten Einlagen des Geldhauses. Nach zehn Übergangsjahren sei so ein Prozent der gedeckten Einlagen erreicht. Dann sollen alle nationalen Töpfe in einen europäischen Abwicklungsfonds (SRF) verschmolzen werden. Dieser finanziert schließlich sämtliche Bankenabwicklungen.

Die deutschen Banken könnten beim Aufbau des Abwicklungsfonds, so Handelsblatt-Online, zufolge vorübergehend auf geringere Kosten hoffen. Es sei durchaus möglich, dass deutsche Geldhäuser von der Bankenabgabe verschont bleiben, berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel unter Berufung auf Informationen des Bundesfinanzministeriums. Hintergrund ist die Abgabe, die die Banken hierzulande bereits seit 2011 in einen nationalen Topf zahlen, der künftig mit dem europäischen Fonds verschmolzen werden soll. Die deutschen Banken seien hier in Vorleistung gegangen. Deshalb sei laut Experten eine Abgabenpause möglich. Langfristig müssen sich die deutschen Banken aber schon auf höhere Kosten einstellen. (vwh)

Link: EU will Last der Bankenabwicklung teilen

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