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EU-Arbeitslosenversicherung bringt Mrd.-Belastungen für Deutschland

11.08.2014 – WiWo-LogoNach der Bankenunion ist eine gemeinsame europäische Arbeitslosenversicherung der nächste logische Schritt für EU-Sozialkommissar Lászlo Andor, berichtet die Wirtschaftswoche nach einem Exklusivinterview mit Andor. Das Französische Finanzministeriums hat schon mal errechnet, welche Belastungen daraus für Deutschland erwachsen würden.

Die gemeinsame europäische Arbeitslosenversicherung sei, so Andor, „eine der wichtigsten Prioritäten für die nächste EU-Kommission“.

“Auf einer Fachtagung hat Andor sein Modell vorgestellt, nach dem Erwerbslose sechs Monate lang 40 Prozent des letzten Einkommens aus der europäischen Arbeitslosenversicherung bekommen würden. Jedem Euro-Land steht es frei, den Betrag aufzustocken und die Laufzeit zu verlängern. Ökonomen aus dem französischen Finanzministerium haben bereits nachgerechnet, welche Art von Transfers zwischen den Euro-Ländern das Vorhaben auslösen würde. Zwischen 2000 und 2012 hätte Deutschland 20,4 Milliarden Euro netto in eine gemeinsame Arbeitslosenversicherung eingezahlt, Spanien hätte dagegen netto 34,5 Milliarden Euro erhalten”, so die Wirtschaftswoche und weiter: “Die Bundesregierung in Berlin sieht das Vorhaben, das auf eine Transferunion hinausläuft, höchst kritisch, möchte aber jede öffentliche Debatte darüber vermeiden. Im September 2012 hatte der damalige französische Finanzminister Pierre Moscovici erstmals die Idee einer gemeinsamen europäischen Arbeitslosenversicherung lanciert und damals aus Berlin eine Absage kassiert. Als künftiger französischer EU-Kommissar könnte er das Konzept nun trotzdem vorantreiben.”

Link: Deutschland drohen Milliardenbelastungen

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