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Erdland fordert Ende des Selbstbetruges

03.06.2015 – Erdland_150“Wir Deutschen betrügen uns selbst. Wir wissen, dass wir privat für das Alter vorsorgen müssen. Wir wissen, dass die gesetzliche Rente nicht reicht. Und trotzdem tun selbst viele Menschen, die es sich leisten könnten, wenig oder nichts, um sich besser abzusichern”, kritisiert GDV-Präsident Alexander Erdland. In einem Gastbeitrag in der heutigen Ausgabe des Handelsblatt fordert er ein Ende “mit dem Selbstbetrug”.

Auch die Politik nahm der GDV-Präsident ins Gebet: “Während in Sonntagsreden den Menschen gepredigt wird, dass sie vorsorgen müssen, wird private Vorsorge unter der Woche allzu oft be- und verhindert”. Zudem kritisierte Erdland, dass “Reformen rückabgewickelt und damit die Renten der Zukunft weiter gedrückt” werden.

Während Menschen “die kleine private Rente von der staatlichen Grundsicherung abgezogen” werde und Sparer durch die Niedrigzinspolitik Milliarden verlieren, “rechnet die Bundesregierung in ihren Rentenprognosen noch unverdrossen mit vier Prozent Rendite”, kritisierte Erdland.

Es bestehe also Handlungsbedarf: “Wir Versicherer müssen dazu die Kosten senken, Produkte einfacher und verständlicher machen und die Menschen besser beraten”, so Erdland an die eigene Branche gerichtet. Allerdings seien die entscheidenden Schritte, “um die Vorsorgeblockade zu lösen”, nur mit der Politik möglich. (vwh/td)

Bild: GDV-Präsident Alexander Erdland (Quelle: GDV)

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