Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 
- Anzeige -

Ein Blackout und die Folgen

23.11.2015 – krim_ohne_strom_dpaDie russische Regierung hat am Sonntagmorgen den Notstand auf der Halbinsel Krim ausgerufen. Der Grund lag allerdings außerhalb der Halbinsel: So hatten vermutlich zwei ukrainische Nationalisten in Region Cherson auf dem ukrainischen Festland zwei Strommasten in die Luft gesprengt. Die Folge: knapp zwei Mio. Menschen ohne Strom. Denn die Halbinsel ist bei der Strom- und Wasserversorgung noch immer von der Ukraine abhängig.

Auch wenn die Stromversorgung auf der Krim im Laufe des Tages – zumindest in den größeren Städten – wiederhergestellt werden konnte, bleibt die Abhängigkeit der von Russland annektierten Halbinsel doch ein Dauerthema in Russland, kommentiert die Autorin Cathrin Kahlweit in der Süddeutschen Zeitung.

Denn mit “dieser Aktion ist eine inoffizielle, aber schweigend geduldete Intervention wieder in aller Munde, die auch zahlreiche radikale Kräfte angezogen hatte”, schreibt die Autorin. Zudem wurde nun bekannt, was vorher niemand zur Kenntnis nehmen wollte: dass Kiew die Krim zu einer “freien Wirtschaftszone” ausgerufen hatte. Die Folge: ukrainische Unternehmer liefern die Waren auf die Halbinsel, müssen keine Steuern zahlen und können ihre Handelsbeziehungen trotz der Annexion fortsetzen.

Für diese Regelung gibt es aus Kiewer Sicht zwei praktische Gründe, so Kahlweit weiter: “Zum einen bedeute diese Maßnahme einen Schutz für die Interessen ukrainischer Händler, zum anderen betrachte man die Krim ja weiter als ukrainisch, versorge also sinngemäß seine eigene Bevölkerung.” (vwh/td)

Link: Blackout am Schwarzen Meer

Bild: Die Krim ohne Strom. (Quelle: dpa)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten