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Droht der Hebamme das Aus?

12.09.2016 – Hebamme_Helene Souza_pixelioanzeigeDer Beruf der Hebamme muss mehr denn je um seine Existenz fürchten. Denn seit 2002 haben sich die Prämien zur Berufshaftpflicht verzehnfacht. Rund 6.800 Euro muss eine Hebamme, die freiberuflich Geburtshilfe anbietet, nur für ihre Berufshaftpflichtversicherung bezahlen. Im kommenden Jahr sollen die Beiträge nach einem Bericht der Welt am Sonntag weiter steigen.

Der Grund für diese Entwicklung liegt jedoch nicht in einer gestiegenen Anzahl von geburtshilflichen Schadensfällen, für die Hebammen verantwortlich sind. Vielmehr stellte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) bereits im Februar 2014 fest, dass es heute nicht mehr Geburtsschadensfälle gibt als früher.

Vielmehr sind die Ausgaben für schwere Schäden drastisch gestiegen, berichtet die Zeitung weiter. Das liege vor allem daran, dass auch schwer behinderte Kinder dank des verbesserten medizinischen Fortschritts heute länger leben und somit die Kosten für ihren Lebensunterhalt steigen. Gleichzeitig schnellen die Schadensersatzansprüche auch die Höhe, schreibt die Welt am Sonntag weiter.

Einen weiteren Grund für diese Entwicklung sieht das Blatt auch in dem Umstand, dass die Anzahl der Kreißsäle massiv zurückgegangen ist. Gab es 1991 noch 1.186 Krankenhäuser mit Geburtshilfe, waren es 2014 nur noch 725, berichtet die Zeitung. (vwh/td)

Link: Die Abschaffung der Hebamme

Bild: Helen Souza / pixelio.de

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