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Dreieinhalb Jahre Haft für Fahrdienstleiter von Bad Aibling

06.12.2016 – Regionalzug_Erich Westendarp_pixelio.de.Im Prozess um das Zugunglück von Bad Aibling ist der angeklagte Fahrdienstleiter zu einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt worden. Demnach sah es der zuständige Richter am Landgericht Traunstein laut Bayerischem Rundfunk als erwiesen an, dass er durch sein fehlerhaftes Verhalten das Zugunglück von Bad Aibling mit zwölf Toten und 89 Verletzten verschuldet habe.

Bei dem Zusammenstoß zweier Züge am 9. Februar 2016 in Oberbayern kamen zwölf Menschen ums Leben, 89 wurden verletzt. Die Staatsanwaltschaft hatte vier Jahre Haft gefordert, die Verteidigung auf Bewährung plädiert.

Der Vorsitzende Richter am Landgericht Traunstein, Erich Fuchs, begründete das Urteil mit der alleinigen Schuld des Angeklagten. Dieser habe sich durch ein Handyspiel ablenken lassen, dass er bereits im Vorfeld des Unfalls im Dienst spielte. Dennoch sei der Angeklagte kein schlechter Mensch und würde unter den Vorfällen leiden, wie das Nachrichtenmagazin Spiegel Online berichtet.

Für die Bahn könnte der Fall noch ernste Konsequenzen nach sich ziehen. Im Prozess kam heraus, dass die Bahn auf der Unfallstrecke eine veraltete Signaltechnik verwendete, obwohl eine Vorschrift aus dem Jahr 1984 eine Nachbesserung begründete. Aufgrund dieses Vergehens muss die Bahn nun mit Schadenersatzforderungen der Geschädigten und deren Angehörigen rechnen. (vwh/mv)

Bild: Regionalzug der DB (Quelle: Erich Westendarp / pixelio.de)

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