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Deutschland will Folgen des Klimawandels versichern

08.05.2015 – Klimawandel_Kurt Michel_pixelioWenn es nach Bundesentwicklungshilfeminister Gerd Müller (CSU) geht, soll der Versicherungsschutz gegen Klimarisiken durch extreme Wetterereignisse in den Entwicklungsländern weiter ausgebaut werden. Dafür sollen die G7-Staaten sowohl öffentliche Mittel bereitstellen, als auch privates Kapital einsammeln. Allein Deutschland will das Vorhaben mit 150 Mio. Euro unterstützen.

“Was wir hier an Emissionen ausstoßen, kommt in Kiribati an”, erklärt Müller auf einer Konferenz im Rahmen der deutschen Präsidentschaft der sieben größten Industrieländer (G7) in Berlin. Wie das Handelsblatt in seiner heutigen Ausgabe berichtet, meldeten die Wissenschaftler einen neuen Höchststand bei der klimaschädlichen CO2-Konzentration in der Atmosphäre. Hervorgerufen werde diese besonders durch die Nutzung fossiler Brennstoffe wie Kohle, Gas und Öl.

So gebe es bereits erste “Ansätze für Klimarisiko-Versicherungen gibt es bereits, etwa die African Risk Capacity (ARC), die mit deutsch-britischer Hilfe afrikanische Länder gegen Dürreschäden versichert”, berichtet das Blatt weiter. Nach Angaben des Entwicklungshilfeministeriums genießen jedoch bislang nur rund 100 Mio. Menschen einen entsprechenden Versicherungsschutz. “Mit dem neuerlichen Vorstoß soll binnen fünf Jahren die Zahl armer Menschen mit Versicherungsschutz um 400 Millionen erhöht werden”, so das Handelsblatt weiter.

Unterstützung findet der Plan demnach auch bei den Versicherern: “Wir unterstützen das Vorhaben voll und ganz”, sagt Peter Höppe, Leiter der Georisikoforschung bei Munich Re. Der Klimawandel zwinge den Rückversicherer dazu, immer mehr Geld auszuzahlen. Die Welt, so Höppe, “steht am Wendepunkt”, berichtet das Blatt. (vwh/td)

Bildquelle: Kurt Michel / pixelio.de

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