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Spiegel sieht Deutschland auf dem Weg ins Mittelmaß

23.03.2015 – Der Bevölkerungswandel gefährdet Deutschlands Wohlstand. Der Fachkräftemangel ist längst Thema. Der Spiegel fragt in seiner aktuellen Ausgabe, ob der Abstieg ins Mittelmaß überhaupt noch aufzuhalten ist?

Deutschland degeneriert – ein Prozess, der sich beim besten Willen nicht mehr abwenden lässt. In 20 Jahren gibt es acht Millionen weniger potenzielle Arbeitnehmer, aber knapp 6,5 Millionen mehr Rentner. Die Spiegel-Autoren Alexander Jung und Cornelia Schmergal sparen nicht mit markigen Worten: Unternehmen gingen bisweilen gar so weit, sich nunmehr um das Halten älterer, erfahrener Arbeitnehmer zu bemühen, wo man die doch früher einfach ersetzen haben können.

Im Rundum-Schlag malt die Strecke ein düsteres Bild inklusive Hungerrentner, und einer Abrechnung mit der Rente mit 63. Der ehemalige Bundessozialminister Franz Müntefering kommt zu Wort: “Die Rente mit 63 ist ein illusionärer Weg. Es muss darum gehen, möglichst lange Chancen im Arbeitsleben zu geben. Und viele wollen das auch.”

Das scheint angesichts drohender Altersarmut, wie sie DIW-Experte Gert Wagner vor allen Dingen im Osten aufkommen sieht, das einzige Mittel. Ein längeres Erwerbsleben könnte Gelegenheit bieten, zusätzliche ökonomische Kraft zu entfalten, lautet denn auch der Schluss, den Axel Börsch-Supan, seineszeichens Direktor des Max-Planck-Instituts für Sozialrecht, bestreiten darf. (vwh/ku)

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