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Deutsche Versicherer verdrängen Probleme

11.01.2016 – Zins_by_Thorben Wengert_pixelioWegen der niedrigen Zinsen leiden die deutschen Versicherer vor allem unter ihren Lebensversicherern. Doch scheinen die Manager mit der Krise recht gelassen umzugehen, konstatiert Heike Trilovszky, bei der Munich Re zuständig für das Deutschlandgeschäft, in der heutigen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung. Zudem setzten die Versicherer darauf, dass der Staat den Gesellschaften ihnen in größter Not beistehen würde, so die Expertin.

“Dass der Staat danach die Gesamtheit der Lebensversicherer kaputtgehen lässt, ist nicht realistisch, dafür ist die sozialpolitische Komponente der Lebensversicherung zu groß”, wird Trilovszky in der SZ zitiert. Eine potenzielle Alternative: Rückversicherer könnten den betroffenen Lebensversicherern helfen, kurzfristige Probleme mit einer Art versicherungstechnischer Kreditlinie zu überbrücken.

Wegen der neuen schärferen Aufsichtsregeln Solvency II dürfte es kaum noch funktionieren, ergänzt Trilovszky. Daher wolle die Munich Re ihre Kunden indirekt unterstützen, indem der Rückversicherer beispielweise mehr Risiken in der Sachversicherung übernehmen, so Trilovszky. Damit hätten die Konzerne zusätzliches Kapital frei, um ihre Lebensversicherungstöchter zu stärken. “Auch das ist nicht trivial”, ergänzt hingegen die Expertin. (vwh/td)

Bildquelle: Thorben Wengert / pixelio.de

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