Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

Deutsche Bank steht vor dem Umbruch

31.07.2015 – deutschebank_turm_kleinAuch wenn die Vorstellung der Bilanzzahlen der Deutschen Bank am gestrigen Donnerstag eigentlich nur ein üblicher Routinetermin war: der neue Chef der Deutschen Bank, John Cryan, hat bei seinem ersten öffentlichen Auftritt im Amt gleich einmal wegweisende Duftmarken für die Zukunft gesetzt. Im Kern seiner “Strategie 2020″, die im Oktober vorgestellt werden soll, will er dem Kreditinstitut eine Radikalkur verordnen.

Im Kern sehe diese Strategie unter anderem den Verkauf der Postbank, einen Rückbau des Privatkundengeschäfts und einen Rückzug aus mehreren Ländern vor, berichtet das Manager Magazin. Auch das Fillialnetz solle laut tagesschau.de ausgedünnt werden.

Ein besonderer Dorn im Auge des neuen Bankchefs sind vor allem “inakzeptabel hohe Kosten, anhaltend hohe Belastungen aus Rechtsstreitigkeiten und insgesamt eine Rendite für unsere Aktionäre, die zu niedrig ist.” Dabei stimmt ihn auch das um etwa ein Drittel gestiegene Vorsteuerergebnis von 1,2 Mrd. Euro nicht positiver. Der Nettogewinn sprang sogar auf 818 Mio. Euro (Vorjahr: 238 Mio. Euro).

Nach Ansicht Cryans sei die Deutsche Bank viel zu komplex: “Unser finanzielles Ergebnis spiegelt nicht unser enormes Potenzial wider”, wird er zitiert. Ebenfalls im Fokus der Kritik: die “antiquierte, fragmentierte Technologieplattform” der Bank, die gewaltigen Kosten für Rechtsstreitigkeiten und die zu komplexe und schwerfällige Struktur des Konzerns, so das Manager Magazin weiter. (vwh/td)

Link: Deutsche Bank-Chef Cryan will Kapital vorerst nicht erhöhen

Bildquelle: Deutsche Bank

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten