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Deutsche Bank: Cryan hält Gehälter für zu hoch

24.11.2015 – deutschebank_turm_kleinDie Deutsche Bank erlebt derzeit unter ihrem neuen Konzernlenker John Cryan einen Kulturwandel. Dabei prangert er nicht nur Missstände deutlich an – er packt auch gleich entsprechend an. Auch die Gehälter scheinen dem neuen starken Mann an der Spitze des größten deutschen Kreditinstitutes mittlerweile ein Dorn im Auge zu sein. Selbst manch heilige Kuh ist dem Bankchef dabei nicht mehr heilig genug.

“Ich glaube, dass die Leute im Bankensektor zu viel Geld verdienen”, wird der Chef der Deutschen Bank im Handelsblatt zitiert. “Ein Problem in der Krise war, dass das Management als Ziel vorgegeben hat, so viel Geld wie möglich zu verdienen und die Bezahlung hat das reflektiert”, kritisiert Cryan.

Dabei hat der Konzernlenker bereits einen Plan im Hinterkopf: So hat der Brite bereits angekündigt, die Boni kürzen zu wollen, zuvorderst als kurzfristiger Beitrag zum Umbau, aber durchaus auch aus ethischen Gründen, so das Blatt weiter.

Dabei wagt sich Cryan laut Bericht auch an weitere heilige Kühe: “Unsere Gehälter im Back-Office sind zu hoch. Ein Informatiker oder ein Buchhalter verdient bei Banken mehr als in jeder anderen Branche. Bei unseren Front-Office-Mitarbeitern mag ein Aufschlag gerechtfertigt sein. Aber der Rest des Unternehmens muss mehr im Gleichklang mit dem Rest der Wirtschaft bezahlt werden”, betont Cryan.

Für viele Mitarbeiter der Deutschen Bank nehme der Kulturwandel damit eine neue, schmerzhafte Bedeutung an, konstatiert das Handelsblatt – auch wenn der Opernfan Cryan den Begriff “Kultur” in diesem Zusammenhang meidet. Denn es sei vielmehr ein positives Wort, aber bei den Bankenskandalen diskutierte man doch eher die Antithese von Kultur. (vwh/td)

Link: Cryan hält viele Bankgehälter für zu hoch

Bildquelle: Deutsche Bank

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