Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

Ex-Deutsche-Bank-Chef zahlt 3,2 Mio. Euro für fatalen Satz

01.04.2016 – Rolf Breuer-64075651Vor 14 Jahren hatte Rolf Breuer die Kreditwürdigkeit des Medienunternehmers Leo Kirch bezweifelt. Der ehemalige Chef der Deutschen Bank haftet für die Schadensersatzforderungen nun zum Teil mit seinem Privatvermögen. Die Summe entspricht dem dreifachen Jahresgrundgehalt als Vorstandschef. Zudem soll die Bank von Breuers D&O-Versicherung 90 Mio. Euro bekommen, berichtet die Süddeutsche Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe.

Breuer hatte im Februar 2002 in einem Fernsehinterview mit Bloomberg TV öffentlich die Kreditwürdigkeit der Kirch-Gruppe angezweifelt. Zwei Monate später war der Medienkonzern pleite und Firmengründer Leo Kirch machte Breuer sein Leben lang dafür verantwortlich. Nach einer jahrelangen Prozessschlacht zahlte die Bank den Kirch-Erben 928 Mio. Euro. Die Bank beschloss Breuer in Regress zu nehmen.

Im Mittelpunkt stand die Frage, in welchem Umfang dessen Manager-Haftpflichtversicherung (D&O) mit einer maximalen Versicherungssumme von 500 Mio. Euro greift. Sie ist auf insgesamt 15 Versicherer aufgeteilt, Hauptversicherer sind  Zurich und Allianz. Die Regressforderung gegen Breuer war die Voraussetzung dafür, an die D&O-Versicherung heranzukommen. (vwh/dg)

Bild: Der frühere Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer: Er hatte 2002 die Kreditwürdigkeit des Medienunternehmers Leo Kirch in einem Interview angezweifelt. (Quelle: dpa)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten