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Der Verfechter harter Reformen tritt ab

12.06.2015 – Sinn_IfoIn 17 Jahren erwarb sich Hans-Werner Sinn, Präsident des renommierten Münchner Ifo-Instituts, den Ruf eines Verfechters für harte Reformen. Zuletzt war der Ifo-Chef als Kämpfer gegen den Euro in seiner heutigen Form und gegen die Politik des leichten Geldes der EZB bekannt geworden. Nun tritt Sinn ab – sein Nachfolger Clemens Fuest schlägt unterdessen moderate Töne an.

Der kämpferische Ifo-Chef wusste um seine Wirkung, schreibt die Süddeutsche Zeitung heute. So sah “der Dickschädel Sinn” Deutschland und Europa auf schrecklichen Abwegen. Er wolle aufrütteln – und sah sich selbst in der Rolle des Weltverbesserers, so das Blatt weiter. Wenn er im März 2016 abtritt, werde sich auch das Gefüge der Politikberatung verändern – und damit die Tonlage, schreibt die SZ weiter.

Sein Nachfolger Fuest gilt demnach als anerkannter Wissenschaftler und viel zitierter Forscher. Allerdings habe der 46-Jährige ein anderes Naturell, ein anderes Selbstverständnis und ist in vielen Ansichten moderater als Sinn. Und dennoch: “Sinn ist nicht rechts und Fuest nicht links, sondern beide Marktwirtschaftler, aber Fuest ist zurückgenommener, er sieht die Aufgabe der Wissenschaft in der Beratung, er will nicht Akteur sein”, schreibt die Zeitung weiter. (vwh/td)

Bild: Hans-Werner Sinn (Quelle: ifo)

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