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Deepwater-Horizon-Katastrophe: BP zahlt 18,7 Mrd. Dollar

03.07.2015 – PlattformDer britische Energiekonzern BP hat sich mit den Betroffenen der Ölpest im Golf von Mexiko geeinigt und zahlt für Umweltverschmutzungen nach der Havarie seiner Ölbohrinsel Deepwater Horizon 18,7 Mrd. US-Dollar (umgerechnet etwa 17 Mrd. Euro). Es ist das teuerste Abkommen dieser Art in der US-Geschichte, schreibt das Handelsblatt.

Unter den Schadensersatzforderungen sind 5,5 Mrd. Dollar für Verstöße gegen das Wasserreinhaltungsgesetz und 7,1 Mrd. Dollar an die Bundesregierung sowie die fünf betroffenen Bundesstaaten wegen Umweltverschmutzung. Hinzu kommen 4,9 Mrd. Dollar Schadenersatz für die Bundesstaaten Alabama, Florida, Louisiana, Mississippi und Texas sowie eine weitere Mrd. Dollar für Kommunen.

Damit wurde ein jahrelanger Rechtsstreit über die Folgen der Explosion vom 20. April 2010 beigelegt. Elf Arbeiter waren dabei ums Leben gekommen, Hunderte Millionen Liter Erdöl gelangten ins Meer. 87 Tage dauerte es, bis BP das Leck schließen konnte.

“Den Vereinigten Staaten und dem Golf von Mexiko werden diese Vereinbarungen einen beträchtlichen Einkommensstrom für die nächsten Jahre sichern”, wird BP-Vorstandschef Bob Dudley im Handelsblatt zitiert.

Die BP-Aktie verteuerte sich in London um bis zu 5,3 Prozent, obwohl der Konzern seine Rückstellungen für die Folgen der Katastrophe um zehn auf 53,8 Mrd. Dollar erhöhte. BP stehen jetzt noch Zahlungen an Privat- und Geschäftsleute auf zivilrechtlicher Ebene bevor. (vwh/dg)

Bild: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

Link: BP zahlt wegen Ölkatastrophe 18,7 Mrd. Dollar

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