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Computernetz des Bundestages droht Totalschaden

11.06.2015 – Bundestag_Marc-Steffen_Unger_Deutscher_BundestagNach dem Hackerangriff auf das Computernetz des Deutschen Bundestages muss möglicherweise die komplette Hard- und Software ausgetauscht werden. Wie das Nachrichtenmagazin Spiegel Online berichtet, sei es auch vier Wochen nach Entdeckung der Cyberattacke nicht gelungen, die eingeschmuggelte Schadsoftware unschädlich zu machen. Laut Bericht drohen Kosten in Millionenhöhe.

“Die Trojaner sind noch immer aktiv”, heiße es demnach aus Parlamentskreisen. So müsse nicht nur die Software der “Parlakom”-Rechner neu installiert werden. Auch die Hardware müsse komplett ausgetauscht werden. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) soll außerdem bereits Teile des parlamentarischen Datenverkehrs Datennetz der Bundesregierung umgeleitet haben.

Auch das IT-Unternehmen Kaspersky Lab war nach eigenen Angaben im Frühjahr einem Cyberangriff auf sein Unternehmensnetzwerk ausgesetzt. Laut Unternehmensmitteilung sei Duqu 2.0 – eine hoch entwickelte Malware-Plattform enttarnt worden, die bis zu drei Zero-Day-Sicherheitslücken ausnutze. Wie Kaspersky weiter mitteilte, soll der Entwickler von Duqu 2.0 zudem gezielt Attacken auf Konferenzorte gestartet haben, in denen die hochrangigen Gespräche stattgefunden haben.

Neben den Atomverhandlungen seien auch die Veranstaltungen anlässlich des 70. Jahrestags der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau das Ziel einer ähnlichen Attacke der Gruppe Duqu 2.0 gewesen. (vwh/td)

Link: Cyberattacke: Computernetz des Bundestags droht Totalschaden

Bildquelle: Marc-Steffen Unger / Deutscher Bundestag

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