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Check24 vor Gericht, weil das Portal wie ein Makler agiere

23.09.2015 – Check 24 ScreenshotDie Klage des Verbands der Versicherungskaufleute ist gestern beim Landgericht München eingegangen. Der Vorwurf lautet Irreführung der Verbraucher nach dem Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb, berichtet ARD. Statt eines Preisvergleichsportals handele es sich bei Check24, wie bei anderen Online-Anbietern auch, um ein Vermittlungsportal. Das arbeite wie ein Makler und kassiere beim Vertragsabschluss Provisionen.

In der letzten Ausgabe des “Euro am Sonntag” wird Check24 für das beste Vergleichsportal für Kfz-Versicherungen gepriesen. Nun befasst sich das Landgericht München mit dem Vorwurf, das Portal führe Verbraucher in die Irre, weil die Provisionen für Kunden nicht transparent seien.

VWheute berichtete, wie bereits der Versicherungsrechtler Hans-Peter Schwintowski in der aktuellen Ausgabe von Versicherungsrecht feststellt, dass Vergleichsplattformen, deren Tätigkeit nach ihrem objektiven Erscheinungsbild auf den konkreten Abschluss eines Versicherungsvertrags gerichtet ist, als Versicherungsvermittler agieren und deshalb die Erlaubnis nach § 34 d GewO benötigen.

Wann der Prozess beginnt, steht noch nicht fest. Derzeit laufe das schriftliche Vorverfahren und Check24 habe die Gelegenheit für eine Stellungnahme. Mit der Klage strebt der Verband der Versicherungskaufleute einen Musterprozess an, der auch Auswirkungen auf andere Vergleichsportale haben könnte, schreibt die FAZ. (vwh/dg)

Link: Richter prüfen Vorwürfe gegen Check24

Bild: Screenshot der Check24-Homepage

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