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Bürger sollen sich an Infrastruktur-Projekten beteiligen

14.04.2015 – fratzscher_marcel_diwKünftig sollen sich auch Bürger an der Sanierung von maroden Autobahnen oder Brücken beteiligen und damit Geld verdienen können. Das empfiehlt die Gabriel-Kommission unter der Leitung von DIW-Chef Marcel Fratzscher. Dieser bezifferte die Investitionslücke auf etwa 90 Mrd. Euro, berichtet die Süddeutsche Zeitung in ihrer heutigen Printausgabe.

Zudem reiche das von Finanzminister Wolfgang Schäuble und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel vorgelegte Investitionspaket über 15 Mrd. Euro nicht aus, so Fratzscher weiter. “Ein Neubau wird teurer, je länger wir warten”, warnte der DIW-Chef.

Demnach will die Expertenkommission in ihrem Abschlussbericht kommende Woche einen “Bürgerfonds” als Sammelstelle für die Finanzierung von Infrastrukturprojekten vorschlagen, schreibt das Blatt weiter. Zudem solle eine neue Gesellschaft für Bundesfernstraßen gegründet werden, die nach österreichischem Vorbild für den Erhalt und Ausbau der Straßen verantwortlich ist. Finanziert werden soll diese aus Mautgebühren.

Axel Wehling, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), sagte dazu: “Die Versicherungswirtschaft steht als langfristiger Partner bereit. Es ist nun wichtig, die richtigen Schlüsse aus den Empfehlungen der Kommission zu ziehen. ÖPP können und sollten einen wesentlichen Beitrag zur Schließung der Investitionslücke leisten. Die Diskussion zu diesem Thema sollte weiter geführt werden. (vwh/td)

Bild: Marcel Fratzscher (Quelle: DIW)

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