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Bundesbank will Datensammler werden

10.09.2015 – Deutsche Bundesbank - quelle bundesbankDaten gelten allgemein als wertvolles Gut – auch in der Versicherungsbranche. Nun will auch die Deutsche Bundesbank eben jene auch für ihre Zwecke nutzen. So erwägt die Notenbank, künftig genau wissen zu wollen, wie viel Geld die Bürger bei ihrer Bank geliehen haben, berichtet heute die Süddeutsche Zeitung. Deren Begründung: damit solle die Finanzstabilität in Deutschland gestärkt werden.

Denn bislang erfahre man nicht, wenn sich ein Bürger bei vielen Banken mehrere Kredite hat auszahlen lassen. Wenn dadurch sehr viele Privatpersonen oder Unternehmen in die Schuldenfalle manövriert würden, könne dies unter Umständen gefährlich für das finanzielle Gleichgewicht eines Landes werden.

Die deutsche Kreditwirtschaft läuft laut SZ-Bericht allerdings Sturm gegen die Pläne der Bundesbank. “Bei Wohnungsbaukrediten wird dies seitens der Kunden naturgemäß akzeptiert, ob dies jedoch bei der Eröffnung eines Girokontos der Fall ist, erachten wir als fraglich”, wird aus einem Schreiben der Deutschen Kreditwirtschaft, der gemeinsamen Lobbyplattform für Sparkassen, Genossenschaftsbanken und Privatbanken, zitiert.

Zudem werde der Bearbeitungsprozess deutlich bürokratisiert, weil die Kunden auch über die Verwendung der Daten und die Meldung an die Bundesbank aufgeklärt und informiert werden müssten. “Unserer Einschätzung nach rechtfertigt der versprochene Nutzen im Sinne Geldpolitik und Finanzmarktstabilität diesen Ansatz in keinster Weise”, lautet daher der Vorwurf der Kreditinstitute. (vwh/td)

Bild: Deutsche Bundesbank (Quelle: Bundesbank)

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