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Blogs, water, wind & shitstorms

10.08.2015 – Spiegel CoverMangels Masse arbeiteten sich die Sonntagszeitungen gestern weiter an dem peinlichen Berliner Behörden- und Verantwortungszirkus um den Landesverrat (oder nicht) eines Blogs ab, den die Deutschen bis auf eine kleine Kaste an Digital-Investigatoren nicht kannten. Immerhin sollte das den Compliance-Verantwortlichen auch in den Versicherungsunternehmen zu denken geben, ob und inwieweit sie dem weithin anempfohlenen Whistleblowing zur Hebung von Transzendenz und Sitte folgen sollen.

Denn letztere kommt mit dem Wegfall der früheren Ächtung durch anonyme Pranger auch gefährlich unter das Gebläse nicht beherrschbaren Shitstorms – selbst im Hohen Haus, wie sich zeigt.

Der Spiegel liegt in den Hitzetagen des Sommerlochs mit gigantischen Waldbränden zumindest klimatisch aktuell richtig mit einer Titelgeschichte über die Verknappung und den Kampf um den Rohstoff Wasser global. Die Klimaspezialisten und Researchleute bei den Versicherern werden sich diese Doku aufheben, wenn auch weitgehend aus dem Archiv geschrieben.

Ein wirklich aktueller Knaller ist das Interview über die Fehlprogrammierung einer anderen Ressource, der Stromenergie in Deutschland, mit dem Schleswig-Holsteinischen Ministerpräsidenten Torsten Albig. Der gelehrige Adept Steinbrückscher Kraftrhethorik rechnet mit den Fehlprogrammierungen der Energiewende gnadenlos ab. Überschrift: “Windmühlen sind eher lästig.” Insbesondere die Offshore Windtechnik vor den Küsten seines Landes bekommen derartige Risikonoten, dass die Investoren auch aus der Versicherungsbranche hier noch einmal die Due Diligence vertiefen sollten. Gerade auch deshalb verdient dieses Brandinterview Beachtung, weil SchleswigHolstein von der Windbranche auf hoher See eigentlich am meisten profitiert, aber sich offenbar keine nassen Füße holen mag. (hkm)

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