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Billionen-Schaden durch Korruption

13.05.2016 – Briefkasten_Klaus Stricker_pixelio“Korruption ist so schlimm wie Terrorismus” sagt der amerikanische Außenminister John Kerry. Bei einer internationalen Regierungskonferenz von mehr als 40 Staaten in London erneuerte auch Bundesjustizminister Heiko Maas seine Forderungen nach einem Transparenz-Register – nicht ohne dafür gleich von der Industrie eine Rüge zu bekommen.

Die FAZ zitiert in ihrer heutigen Printausgabe Markus Kerber vom Bundesverband der Deutschen Industrie, der bei der Umsetzung eines Transparenzregisters vor zusätzlichen Kosten für viele tausend redliche Unternehmen warnt.

Auf zwei Billionen US-Dollar taxiert der IWF den jährlichen Schaden durch Bestechungen weltweit. Die OECD geht hier noch weiter und bringt die Summe von gleich vier Billionen ins Spiel. Dies gehe auf Kosten der wirtschaftlichen Entwicklung, warnte IWF-Direktorin Christine Lagarde in London.

Die Niederlande und Frankreich kündigten gestern an, ein öffentliches Register der tatsächlichen Firmen-Eigentümer anzulegen. In Großbritannien gilt eine entsprechende Richtlinie bereits ab Jahresmitte.

Es dürfte „nirgendwo mehr sichere Häfen“ für Korruptionsgelder geben, forderte der John Kerry. Doch auch in den Staaten gibt es mit Delaware und Wyoming noch Paradiese für Briefkastenfirmen. Großbritannien, das ebenfalls als Vorreiter in Sachen Korruptionsbekämpfung agieren will, hat mit der Isle of Man ein beliebtes Offshore-Finanzzentrum in seinem Einflussbereich. Und die britischen Jungferninseln bleiben nach wie vor Topadresse für Briefkastengründer. (vwh/ku)

Bildquelle: Klaus Stricker/ pixelio

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