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Analytics, Automatismen und Arbeitssklaven der Smartphones

02.12.2014 – NIcolas_Carr“Womöglich gehen wir in unserem Streben nach Sicherheit und Effizienz zu weit”, sagt Schriftsteller Nicholas Carr. Immer mehr Technik – er führt auch das autonome Fahren und Systeme von Autopiloten an – lasse menschliche Fähigkeiten und Instinkte verkümmern.

Der Autor von “Wer bin ich, wenn ich online bin”, malt ein düsteres Bild der Zukunft. Computer würden nicht nur gutbezahlte Jobs überflüssig machen, darüber hinaus die soziale Ungleichheit verschärfen. “Ich glaube nicht, dass es im menschlichen Leben ausschließlich um Sicherheit geht. Die meisten von uns sind lieber Fahrer als Passagier”, mahnt er die Schattenseiten der Technik an, die den Menschen immer mehr aus der Verantwortung nehmen. Im exklusiven Interview mit der Wirtschaftswoche geht er darauf ein, ob wir zu den Sklaven unserer Smartphones werden.

Auch die Schattenseiten für die Gesundheitspolitik hat Nicholas Carr im Blick: “Die digitale Krankenakte hat unerwartete Auswirkungen auf das Arzt-Patienten-Verhältnis”, sagt er. Studien würden zeigen, dass sobald ein Arzt damit anfängt, den Computer in seine Untersuchung einzubinden, die Aufmerksamkeit für die Patienten drastisch zurückgeht: “Anstatt mit den Patienten zu reden, starren die Ärzte 25 bis 50 Prozent der Zeit auf den Computerbildschirm.”

Sein Fazit: “Wir neigen dazu, Computern sehr schnell zu vertrauen.” (vwh/ku)

Bildquelle: Sander Duivestein

Link: Bestseller-Autor Nicholas Carr – “Computer verschärfen die soziale Ungleichheit” (Wiwo.de)

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