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BGH-Urteil zur Reparaturkosten: Geiz ist nicht geil

12.11.2015 – Kfz_Jens_Schoeninger_pixelioAutofahrer haben nach einem Unfall die Qual der Wahl: Entweder geben sie den Pkw in die Reparatur oder lassen sich die geschätzten Kosten von der Versicherung erstatten. Allerdings dürfe diese nicht grundsätzlich von den Preisen einer Billigwerkstatt ausgehen, entschied nun der Bundesgerichtshof (BGH). Unter bestimmten Umständen müsse der Versicherer auch die Reparatur in einer Markenwerkstatt übernehmen (Az.: IV ZR 426/14).

Die Bundesrichter entschieden, dass die Versicherer nicht automatisch bei der Abrechnung nach einem Schadengutachten die niedrigeren Stundensätze einer “freien” Werkstatt heranziehen dürfen, berichtet das Nachrichtenmagazin Spiegel Online.

Demnach habe der Versicherte auch dann einen Anspruch auf einen höheren Erstattungsbetrag, wenn es sich um ein neueres Fabrikat handele, immer in einer Markenwerkstatt gewartet und repariert worden sei oder es nur dort fachgerecht repariert werden könne, so das Nachrichtenmagazin.

Im aktuellen Fall hatte der Fahrer eines Mercedes gegen seinen Versicherer geklagt, weil dieser über die Vollkaskoversicherung nicht die vom Gutachter errechneten fiktiven Reparaturkosten über 9.400 Euro in einer Mercedes-Werkstatt zahlen wollte. Stattdessen wollte der Versicherer rund 3.000 Euro weniger zahlen, was er mit den niedrigeren Kosten in einer freien Werkstatt begründete. (vwh/td)

Link: BGH-Urteil zu Reparaturkosten für Autos: Es muss nicht zwingend billig sein

Bildquelle: Jens Schoeninger / pixelio.de

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