Versicherungswirtschaft-heute
Freitag
30.09.2016
          Mobilversion

 


BGH entscheidet über billige Brustimplantate

09.04.2015 – Recht_Thorben Wengert_pixelioNach dem Skandal um mangelhafte Brustimplantate aus Billigsilikon prüft der Bundesgerichtshof (BGH) heute erstmals die Schmerzensgeldklage einer Frau aus der Vorderpfalz gegen den TÜV Rheinland. Das Urteil könnte Signalwirkung für zahlreiche noch offene Prozesse haben, berichtet das Manager Magazin. Ob allerdings noch heute ein Urteil gesprochen wird, ist unklar.

Die Klägerin wirft dem TÜV Rheinland vor, den Hersteller nicht ausreichend überwacht zu haben und verlangt ein Schmerzensgeld über 40.000 Euro. Dieser hatte beim Hersteller – der französischen Firma Poly Implant Prothèse (PIP) – die Produktionsprozesse geprüft. Allerdings hatte PIP die Implantate jahrelang unerlaubt mit billigem Industriesilikon gefüllt. Allein in Deutschland sind mehr als 5.000 Frauen davon betroffen.

In den beiden vorherigen Instanzen war die Frau jedoch mit ihrer Klage gescheitert. Demnach sah das Oberlandesgericht Zweibrücken keine Beweise dafür, dass der TÜV seine Prüfpflichten verletzt habe. Zudem sah es 2013 ein Gericht in Marseille als erwiesen an, dass der Gründer von PIP auch den TÜV bewusst getäuscht habe. Die Firma selbst ist mittlerweile insolvent. (vwh/td)

Bildquelle: Thorben Wengert / pixelio.de

Link: BGH entscheidet über billige Brustimplantate

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

Verlag Versicherungswirtschaft | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten