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BGH: Chefarzt-OP nur mit dem Chefarzt

16.08.2016 – arzt_Tim Reckmann_pixelioDie Chefarztbehandlung ist in vielen privaten stationären Krankentarifen eine Standardleistung. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat nun höchstrichterlich entschieden: Eine Chefarzt-OP ist tatsächlich eine Chefarzt-OP. Wer eine solche Behandlung vereinbart, der muss auch vom Chefarzt operiert werden, berichtet das Nachrichtenportal tagesschau.de.

Wenn ein Patient mit einer entsprechenden Vereinbarung hingegen von einem anderen Arzt operiert wird, ist der Eingriff rechtswidrig, entschieden die Bundesrichter. Dies treffe auch dann zu, wenn der Eingriff fehlerfrei verlaufen sei. Im vorliegenden Fall wurde bei einem Mann wegen einer Fehlstellung einzelner Finger eine Handoperation angesetzt.

Die Untersuchung wurde dabei vom Chefarzt vorgenommen, der gemäß Vereinbarung mit dem Krankenhaus dann auch die OP selbst vornehmen sollte. Tatsächlich aber operierte der stellvertretende Chefarzt. Nach Ansicht des BGH war der Eingriff hingegen wegen der fehlenden Einwilligung rechtswidrig. Zudem habe die Klinik das Vertrauen des Patienten getäuscht. (vwh/td)

Link: Chefarzt-OP heißt Chefarzt-OP

Bildquelle: Tim Reckmann / pixelio.de

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