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Bernardino fordert europaweite Altersvorsorge

24.02.2015 – gabriel_bernadino_eiopaGabriel Bernardino, Chef der Europäischen Versicherungsaufsicht (Eiopa), plädiert für grenzüberschreitende Angebote bei der privaten Altersvorsorge. “Wir untersuchen derzeit die Möglichkeit, ein privates Rentenversicherungsprodukt zu definieren, das überall in Europa verkauft werden kann”, so der portugiesische Mathematiker nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung in ihrer heutigen Printausgabe.

Demnach verspricht sich der Eiopa-Chef von einer EU-weiten Rentenversicherung einige Kostenvorteile. “Wenn wir nur nationale Lösungen haben, ist die Effizienz des Systems geringer”, wird Bernardino zitiert. Niedrige Kosten seien in Zeiten der Niedrigzinsen demnach besonders wichtig. Aber auch Transparenz steht für Bernardino ganz oben auf der Tagesordnung. Demnach erforsche die Eiopa, wie man die Kosten von Lebensversicherungen am besten offenlegen könne.

Insgesamt sieht der Eiopa-Chef jedenfalls generellen Handlungsbedarf aufgrund der niedrigen Zinsen. “Wenn das so weitergeht, werden einige Gesellschaften in rund acht Jahren Schwierigkeiten mit ihrem Cash Flow bekommen”, konstatierte er. Damit zielt Bernardino insbesondere auf die Versicherer ab, bei denen laut Bericht ein Missverhältnis zwischen hohen Zinszusagen und niedrigen erwirtschafteten Zinsen bestehen. (vwh/td)

Bild: Gabriel Bernardino (Quelle: Eiopa)

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