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Behörden ermitteln gegen Ryanair wegen Sozialbetrug

07.07.2016 – Flugzeug_RoKnoFoto_pixelio.deAm Mittwoch haben die Staatsanwaltschaft Koblenz und Beamte des Hauptzollamts die Geschäftsräume des irischen Billigfliegers Ryanair an sechs deutschen Standorten durchsucht. Nach einem Bericht von Zeit Online werde gegen die Verantwortlichen zweier britischer Personaldienstleister wegen des Verdachts der Beihilfe zum Steuer- und Sozialversicherungsbetrug ermittelt.

Demnach gehe es nach Angaben der Ermittler bei den Razzien um sogenannte atypische Beschäftigungsverhältnisse, welche laut Bericht eine tragende Säule des Geschäftsmodells des irischen Billigfliegers darstellen sollen. Der Vorwurf: Indem die irische Fluggesellschaft mehrere Hunderte formal selbstständige Piloten einsetze, drücke sie dadurch die Kosten für das fliegende Personal.

Da die Piloten formal nicht bei Ryanair angestellt sind, müssen diese auch ihre gesamten Sozialversicherungsbeiträge selbst zahlen, berichtet Zeit Online weiter. Zudem bestehe kein Anspruch auf Krankengeld, die Entlohnung erfolge oft nur nach geflogenen Stunden. Dadurch steige laut Bericht das Risiko, dass sich Piloten krank ins Cockpit setzen. (vwh/td)

Link: Razzia an sechs Ryanair-Standorten

Bildquelle: RoKnoFoto / pixelio.de

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